Von Umarmungen, wilden Tieren, einer Hausbootfahrt – Familienreisen zu acht, mit einem Gastkommentar von Marlene

Marlene Rebstock
Geschrieben von Marlene Rebstock

Gerade sitzen wir mitten in der Nacht am Flughafen von Bengalore und blicken zurück auf gut vier Wochen Indien. Vor ein paar Stunden haben wir uns in unserem netten Homestay von Stephen und seiner Frau Manjula genauso wie von Sabine, Matthias, Marlene und Luisa verabschiedet und sind von Mysore mit dem Taxi zum Flughafen gefahren. Für die anderen geht es übermorgen wieder zurück nach Berlin und für uns morgen weiter nach Shiraz, in den Iran.

Die letzten beiden Wochen waren wir zu acht unterwegs und haben es alle sehr genossen. Wir haben Indien kennen und ein Stück weit auch lieben gelernt und das, wo wir schon etwas unsicher waren und von vielen Leuten auch gewarnt wurden: „Im Sommer nach Indien, ihr seit doch verrückt, da ist es doch viel zu heiß!“

Und überhaupt gehen die Meinungen und Erfahrungen zu Indien eben doch sehr auseinander. Wir hatten jedenfalls eine großartige Zeit, sind nach dem schönen langsamen Beginn in Auroville in Etappen von der Ostküste an die Westküste gereist, haben eine zweitägige Hausboottour in den Backwaters gemacht, haben uns von der großen indischen Avatar-Guru Amma umarmen lassen, sind dann gemeinsam an der Küste entlang in Richtung Norden in die Berge gereist, haben eine schöne Tiersafari gemacht und schließlich in Mysore noch etwas mehr indische Stadtluft geschnuppert. Aber nun mehr ins Detail und zur Abwechslung mit ausführlichem Gastkommentar von Marlene!!!



zu Gast bei Thomas in der Fort Garden Residency in Kochin:

Wir kamen früh morgens mit dem Nachtbus aus Madurai an und zum Glück öffnete uns Thomas schon morgens um 5:30 seine Tür, denn Sabine war, noch morgendlich verpennt, im IPad lesend, nach der Telefonnummer suchend, in einen offenen Abwasserkanal gefallen. Da war eine Dusche doch was schönes. Und dann begann das lange Warten auf Sabine, Matthias, Marlene und Luisa.

Um 12 Uhr kamen sie dann an! Nach fast einem Jahr war die Freude riesig! Und da Marlene, die achtjährige Tochter von Sabine und Matthias, sich die Aufgabe ihrer Lehrerin, ein Tagebuch zu schreiben, sehr zu Herzen genommen hat, beginnt sie gleich am ersten Tag fleissig zu schreiben:
Endlich waren wir da. Vielleicht muss ich erst mal erzählen wo „da“ ist: mit „da“ ist ein Hotel mit sieben Räumen gemeint.


Dann sind wir durch die Straßen gelaufen und haben uns die Läden angeguckt und dabei dieses Buch gekauft (ihr Tagebuch, das schon nach zwei Tagen vollgeschrieben war und durch ein zweites erweitert werden musste!! David). Leider funktioniert der Stift nicht, deshalb habe ich mit meinem Füller geschrieben. Jetzt sind wir im Hotel und trinken Tee und spielen Verstecken. Dann sind wir im Stockdunklen zu einem Restaurant gewandert. Mit „wir“ meine ich Mama, Papa, Luisa, Nelio, Liam, David, Sabine und ich. David und Sabine; Nelio und Liam sind Freunde von uns. Gerade sitzen wir im Restaurant und überlegen, was wir essen. Ich nehme Reis mit kleinen Krabben. Leider war der Reis etwas scharf. Zum Trinken hatten wir Mango Lassi; Chai haben wir auch noch getrunken. Liam hat ein Ding dabei, wo man Kugeln in zwei Löcher schießen soll. Diese Kugeln waren aber Mini. Naja, auf jeden Fall haben wir mit dem Ding gespielt.


Jetzt erkläre ich, warum Sabine, David, Nelio und Liam überhaupt in Indien sind. Die vier machen nämlich eine Weltreise!

Die Erwachsenen haben gequatscht und gequatscht und gequatscht. Endlich hat Papa bezahlt und wir sind im Dunklen zurück zum Hotel gewandert, naja gefahren und zwar mit einem TukTuk. Das hat echt Spaß gemacht und danach hat der Fahrer gesagt, dass ich aussehe wie Michael Jackson, nur weil ich meinen Sonnenhut aufhatte.
Am nächsten morgen bin ich aufgewacht, weil irgendwas geplätschert hat. Aber es war nur die Regenrinne, die geplätschert hat (weil es gestern geregnet hat). Alle anderen haben noch geschlafen. Mir war langweilig. Plötzlich fing es draußen an zu regnen. Es war ein bisschen unheimlich dieses Rauschen. Dann fing es an zu regnen. Wahrscheinlich bin ich nun noch einmal eingeschlafen. Als ich dieses mal aufgewacht bin waren schon alle wach. Ich habe mich angezogen und bin frühstücken gegangen. Es gab solche salzigen Pfannekuchen. Mango-Igel, Papaya und noch vieles mehr.


Anschließend haben wir wieder Verstecken gespielt. Wir haben Nelio und Liam im Schrank eingeschlossen. Und wir haben mit aufgeblasenen Schwertern und Plastikflaschen geschlagen. Das hat echt Spaß gemacht. Jetzt müssen alle duschen. Ich habe gestern schon geduscht. Ich habe erst einmal Zähne geputzt. Beim Duschen muss man dazu schreiben, dass wir da immer einen Eimer Wasser nehmen und dann mit so kleinen Bechern das Wasser über uns drüberschütten. Danach ist zwar das ganze Bad nass, aber das ist voll witzig.

Nelio und Liam haben sich geprügelt. Es hat geregnet, wir wollten Regenschirme kaufen. Das haben wir auch gemacht. Beim ersten Laden waren sie zu teuer. Beim zweiten Laden haben wir dann welche gekauft. Dann sind Mama und Luisa Kleider einkaufen gegangen. Wir haben draußen gewartet. Als wir so gewartet haben, kam ein Warzentyp vorbei geradelt. Der sah voll blubberig aus. Das war wahrscheinlich eine Hautkrankheit.


Dann sind wir in noch einen Laden gegangen. Dort haben wir noch mehr Kleider gekauft. Dann sind wir in ein Reisebüro gegangen. Dort haben wir für übermorgen ein Hausboot gebucht. Anschließend kam der Tuk-Tuk-Fahrer von gestern. Dieser Fahrer hat mich schon wieder Michael Jackson genannt. Wir haben mit dem Tuk-Tuk eine Stadtrundfahrt gemacht. Wir sind zu einem Tempel gefahren. Der Fahrer hat gesagt, dass immer um 12 Uhr Vögel kommen. Eine Millionen Stück. Dann sind wir zu einem Elefanten gefahren. Wir durften ins Gehege rein und ihn streicheln. Oben am Ohrläppchen hat er sich angefühlt wie Pfannkuchen!



Dann sind wir noch zu vielen anderen Läden gefahren, zum Beispiel zu welchen, die Kerzen gezogen haben. Dort im Raum war Stromausfall. Oder bei einem Goldladen, Kräuterladen, Kleiderladen, Figurenladen und noch viel mehr. Aber der witzigste war der Kleiderladen. Die anderen sind alle hoch und der Tuktukfahrer ist mit Nelio und Liam unten geblieben und ich auch, weil ich keine Lust hatte mit in diesen stinkigen Laden zu gehen. Die anderen haben übrigens auch gestunken! Also standen wir 4 und das Tuktuk. Wir haben versucht, das Tuk-Tuk aus dem Tor zu schieben, aber es hat leider nicht geklappt.
Nächster Tag: mir war heiß. Ich habe den Ventilator auf volle Pulle gestellt. Plötzlich sind alle wichtigen Papiere durch die Luft geflogen. Mir war immer noch heiß. Dann haben wir Tierquartett gespielt. Leider habe ich verloren. Nun kamen die Erwachsenen zurück und haben Essen mitgebracht. Ganz viel Obst und Chapati. Das haben wir dann gegessen. Es gab Wassermelone, die haben wir Mialone genannt.
Ihr wisst ja, dass es wilde Pferde gibt, die in der Prärie rumlaufen. Wusstet ihr auch, dass es wilde Hunde, Kühe und Ziegen gibt, die in Indien frei herumlaufen? All die Tiere laufen frei herum!

Wir sind bei dem Kräuterladen von gestern gestoppt. Dort wurde gerade Ingwer getrocknet. Dann waren wir in einer Synagoge mit 67 Kronleuchtern und wunderschönen Fliesen. In der Synagoge war der Altar in der Mitte. Dann waren wir in einem Polizeimuseum, dann in einem Haus mit einem langen Schlangenboot. Jetzt fahren wir Rikscha zu den Tauben. Leider war es noch nicht 12 Uhr und deshalb sind wir erst in den Tempel reingegangen. Dann haben wir Leute gesehen und dann sind die Tauben gekommen und das sah so toll aus und dann sind alle in die Luft geflogen und das sah noch einmal toller aus! Wir sind hingegangen und die Tauben haben uns aus unseren Händen das Futter gepickt. Dann haben wir MauMau gespielt, sind zu einer Tanzaufführung gefahren und haben gesehen, wie sich die Leute vorher schminken. Einer hat sich ganz bunt geschminkt. Den haben wir vier Kinder bunte Schokolade genannt. Einen anderen Wackelpudding, weil er sich immer am Ohr gejuckt hat. Wiederum einen anderen haben wir Frauenelefant genannt, weil er sich mit Lippenstift geschminkt hat und mit Mustern. Jetzt wurden die Kerzen angezündet. Ein Mann kam, machte das Licht und die Musik aus. Er hat mit einer dunklen Stimme und etwas auf englisch gebrabbelt.


Endlich ging es los und sie haben getanzt und getrommelt. Einen Tänzer haben wir Dornenhecke genannt. Er hatte einen Schleier und einen buntes Kostüm und eine ganz lange Perücke. Er hat ganz viele Gesten gemacht. Dann hat jemand gesungen. Dann ist „bunte Schokolade“ gekommen. Er hatte einen riesen Hut und einen aufgeplusterten Rock. Dann hatte Dornenhecke plötzlich Vampirzähne. Keine Ahnung warum! Dann haben wir noch ein Foto gemacht. Das könnt ihr hier sehen. Dann gab es eine Pause und einen Kampftanz. Da haben Leute mit Stangen gekämpft mit Schildern und Schwertern auch.

Ausflug mit einem Hausboot in die Backwaters von Kerala:
Am nächsten Tag sind wir weitergefahren zu unserem Hausboot. Liam hatte an diesem Tag Geburtstag und wurde acht. Er hat einen Lego Helikopter und ein Schachspiel bekommen.

Bevor wir losgefahren sind, durften wir in einem Bus Turnen. Das hat voll Spaß gemacht. Endlich sind wir losgefahren. Wir haben uns Quatsch-Geschichten erzählt.


Dann sind wir zum Hafen gegangen und ins Hausboot gestiegen. Dort haben wir Lego gespielt und Schule gemacht und haben Schach gespielt, weil Liam zum Geburtstag eins bekommen hat. Dann ist der Kellner gekommen und hat Kekse, Ananas und Tee gebracht. 



Am nächsten morgen haben wir auf dem Schiff gefrühstückt und dann sind wir wieder im Hafen angekommen.
Zwei Tage in dem Ashram der Amma in Amritapuri:

Unseren nächsten Ausflug haben wir zu einem Ashram gemacht. Wir sind ausgestiegen und über eine Brücke gelaufen. Als wir im Ashram angekommen sind mussten wir erst einmal Zettel ausfüllen. Dann haben wir Bettwäsche geholt. Und sind mit dem Aufzug in den neunten Stock gefahren. Anschließend haben wir die Betten gemacht. Jetzt essen Luisa und ich Kekse und sitzen auf dem Bett. Mir ist langweilig. Endlich sind wir zu einer Tanzaufführung gegangen. Dort hat Amma mit einer Band gesungen. Das war toll. Plötzlich hat ein Mann „Sha“ gerufen und dabei in die Hände geklatscht. Beknackt!
Am nächsten Tag sind wir wieder erst einmal essen gegangen. Dann haben wir Kellner gespielt.


Übrigens Amma ist berühmt. Wenn Amma einen umarmt, dann segnet Sie einen. Wir wollten auch, dass sie uns umarmt. In Indien ist alles getrennt. Mit Frauen und Männern. Die Frauen durften aber als erstes zur Umarmung. Die Männer als zweites. Bevor wir umarmen durften, mussten wir warten. Dann durften wir auf die Bühne. Dort haben wir fünf Minuten gewartet und wurden dann wieder runtergeschickt, weil da angeblich eine Hochzeit stattgefunden hat. Wir sind hoch gegangen, haben Lego gespielt und sind dann wieder runter gegangen weil es Mittagessen gab. Dann waren die Männer mit umarmen zugucken dran; umarmt werden wir alle später. Ach ja davor haben wir einen zweiten Band gekauft, weil dieses Buch eh gleich voll ist. Dann sind die Männer zurückgekommen.

Wir hatten Durst wir haben ein Trinkwettbewerb gemacht. Liam hat gewonnen, weil Nelio aufgegeben hat und ich die Jury war. Anschließend sind wir hoch gegangen. Jetzt beschreibe ich, wie unser Ashram aussieht: der Ashram besteht aus ganz vielen Tempeln. Vorne stehen vier Pferde und zwei Löwen als Statuen. Die fünf Pferde ziehen eine Kutsche, die mehr ein Tempel ist.


Dann hat Papa mir vorgelesen. Dann ist Nelio rübergekommen und hat gesagt, dass wir in 10 Minuten zum Strand gehen. Dann habe ich etwas gemalt. Endlich sind wir an den Strand gegangen. Dann sind wir zur Amma gegangen. Amma hat sich weich und schwabbelig angefühlt, als ich sie umarmt habe. Dann sind wir Essen gegangen.
Zu Gast bei Ranji und Jyothi im KK Heritage, vier Tage am Strand von Kannur Beach


Endlich war der Nachtbus da. Wir sind eingestiegen. Ich bin sofort eingeschlafen, weil ich so müde war. Am nächsten Morgen wurde ich ziemlich unsanft geweckt und dann musste ich mich beeilen aus dem Bus zu kommen. Dann haben wir ein Taxi bestellt und sind in den Wald gefahren vom Wald sind wir zum Hotel gelaufen. Dort haben wir unsere Sachen abgelegt, Mathe gemacht gefrühstückt und sind dann zum Strand gegangen. Am Strand gab es riesengroße Wellen. Wir sind immer mit Kleidern Baden gewesen. Das hat Spaß gemacht. Leider habe ich dabei eine Wunde bekommen.


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Übrigens, vorhin war die Bäckerin da. Die hatte einen ganz großen Korb auf dem Kopf. Von der haben wir Sachen gekauft, zum Beispiel rote Hefeklöße, salzige Kringel und Honig-Karamelstangen und Chips – super lecker! Megalecker, mmmmmhhhh Lecker!
Am nächsten Tag sind wir zu einem Theaterstück gefahren. Dort haben wir wieder zugeguckt, wie sich die Leute schminken. Einer, der rot angezogen war und einer mit einem weißen Bart. Den haben wir dann Nikolaus genannt. Irgendwann war es ein bisschen langweilig, weil sie die ganze Zeit gesungen haben. Einen anderen haben wir Schwabbelbauch genannt, weil er voll dick war. Er wurde die ganze Zeit mit Feuer gesegnet und so. Es wurde auch getrommelt und trompetet. Trotzdem war es langweilig. Dann kam ein Mann, der hat sich neben mich gesetzt. Der Mann hatte keine Pupillen. Der sah voll gruselig aus. Dann ist der Mann aufgestanden und weggegangen. Übrigens, Luisa ist bei dem lauten Getrommel eingeschlafen.

 

Zwei Tage bei Beena und Vargis im Varnum Homestay in Wayanad National Park
Wir sind in das Taxi eingestiegen und losgefahren zu den Bergen. Auf der Fahrt habe ich versucht zu schlafen. Dann sind wir beim Restaurant gehalten. Als wir weiterfahren wollten, haben wir einen echten Affen gesehen. Dann sind wir weitergefahren plötzlich hat es angefangen zu regnen. Wir haben angehalten, um das Gepäck runter zu holen. Wir sind in den Regen raus gerannt, um das Gepäck reinzuholen. Es war klitschnass. Dann hat es aufgehört zu regnen und dann war auch noch der Motor kaputt. Endlich sind wir weitergefahren. Auf dem Weg mussten wir uns quetschen wegen dem Gepäck!
Endlich waren wir da! Im Hotel war es toll! Als ich ausgestiegen bin, sind zwei Hunde auf mich losgerannt . Dann haben wir Schule gemacht.

Danach haben wir mit den Hunden gespielt. Wir haben den Ball hin und her gerollt und der Hund hat in der Mitte versucht, den Ball zu kriegen. Also ein bisschen wie „Schweinchen in der Mitte“. Und wir haben einen Ring an ein Seil gebunden und mit dem Hund wie mit einer Katze gespielt. Einmal hat der Hund meine Hand abgeschleckt. Das war mein tollstes Erlebnis.

Dann hat uns ein Mann eine Farmführung gemacht. Dort haben wir Wasser-Apfel, Zimt, Ananas, Kokosnüsse, Bananen, Maracuja, Papaya, Curry und Zitronenblätter, Vanille, Cashewnüsse und noch vieles mehr gesehen. Plötzlich ist eine Schlange aus den Blättern gekommen und geschlängelt. Mama und David sind hochgesprungen. Mama ist auf dem Boden gelandet aber David ist auf die Schlange gesprungen, hahaha.

Safari
Dann haben wir einen Ausflug gemacht und sind mit einem Jeep gefahren. Auf der Fahrt haben wir drei weibliche und einen Baby Elefanten gesehen. Außerdem haben wir einen Büffel gesehen. Der hat ein langes braunes Fell und lange weiße Hörner. Dann mussten wir lange warten und haben viele Affen gesehen. Wir sind in den Jeep eingestiegen und losgefahren. Als erstes haben wir Elefanten und Rehe gesehen, dann haben wir Hirsche und Adler gesehen, aber einen Tiger haben wir leider nicht gesehen!


Obwohl der Mann, der mit uns mit dem Jeep gefahren ist, gesagt hat, dass er die letzten Monate ganz viele Tiger gesehen hat. Das fand ich ein bisschen blöd, weil ich hab mich schon so auf den Tiger gefreut.

Die ganzen Tiere im Nationalpark konnten wir nur sehen, weil wir sehr großes Glück hatten, denn es gab an dem Tag nur 20 Jeeps, die gefahren sind, sonst gibt es immer 40, aber heute gab es nur 20. Wir waren die Vorletzten in der Reihe, deshalb hatten wir Glück.

Auf der Straße, als wir zurückgefahren sind, standen gaaaaaanz viele Affen. Die standen alle an der Straße und immer wenn ein Touristenauto vorbeigefahren ist und angehalten hat, hat sich der eine Affe auf die Hinterpfoten gestellt, das sah aus, als ob er bettelt. Da hat ein Tourist einen Keks aus dem Auto geworfen, das sah witzig aus. Eine Affenmama hatte ein Baby, das sah süß und witzig aus, weil es sich unten festgekrallt hat und dann hat es den Kopf so weit rausgesteckt, deshalb sah es so witzig aus. Und süß sah es aus, weil der Kopf ganz ganz klein war. Das Fell war dunkel und das Gesicht war hell. 

Als wir wieder zu Hause im Homestay bei Beena und Vargis (den Gastgebern) waren, haben wir nach Flugfröschen gesucht und wurden fündig: wir haben 2 kleine grasgrüne Frösche gesehen, die auf dem Ast saßen. Die haben so komisch geguckt und so komische Geräusche haben sie auch gemacht. Leider sind die Flugfröschen nicht geflogen. Als wir sie gesucht haben, hatten wir solche supergute megatolle Taschenlampen, die konnten bis zum Himmel leuchten!

Ich habe mit Liam gespielt, dass das Laserschwerter sind. Weil die konnten wirklich bis zum Himmel leuchten, ehrlich! Zum Abendessen gab es heute Reis, Chapatti, Datteln, Jackfruit (Jackfruit ist die größte Frucht der Welt und hat eine ganz dicke Schale, die ganz pieksig aussieht, ein bisschen wie eine Litschi in groß, aber sie ist grün und nicht braun), süße Zwiebeln mit Joghurt (die hab ich nicht probiert, weil Liam und Nelio gesagt haben sie wären scharf. Waren sie aber gar nicht, sagt Mami. Schade. Wasser holen wir aus dem Automaten am Wasserhahn, weil man in Indien nur Wasser aus Flaschen oder gefiltertes Wasser trinken darf, sonst kann man krank werden. Man muss auf den mittleren Knopf drücken und dann kommt das gefilterte Wasser raus.


Mama und ich saßen dann draußen auf den Stufen und haben alles aufgeschrieben. Nach dem Aufschreiben sind wir in die Küche gegangen und haben uns noch eine Banane und einen Ingwer Zitronengrass- Tee geholt. Die ganzen Sachen wachsen ja hier auf der Farm, das habt ihr bestimmt schon bei der Farmführung gemerkt.
Mysore, vier Tage zu Gast bei Stephen und Manjula im Homestay
Ich glaube ich mache jetzt eine kleine Pause mit dem schreiben, weil ich auch einmal Sachen genießen möchte und nicht immer nur die ganze Zeit schreiben.

Auf jeden Fall sind wir nach Mysore gefahren. Auf der Fahrt haben wir noch einen Stop gemacht und zwar bei einem Tempel, wo es ganz ganz alte Säulen gab. Dort gab es eine Steinfelsenlandschaft, wo man ganz viele Steintürmchen bauen sollte. 

Als wir da waren, hat der Stephen, unser Gastgeber, uns eine Aufführung mit seinem Hund gegeben. Er hat dem Hund die Hand gegeben, und der Hund hat ihm die Hand geschüttelt. Das sah witzig aus. Zur Belohnung bekam der Hund immer eine kleine Leckerei. Wir durften den Hund auch füttern.

Dann haben wir uns erstmal im Homestay umgeschaut. Hier gab es ein rieeeeeeeeeeeesengrosses Regal mit tauuuuuusend Spielen und Büchern. Es gab Monopoly Rommikup, 4 gewinnt und noch viele andere tolle Spiele.


Am nächsten Tag waren wir in einem Palast. In dem Palast durfte man sich die Thronsäle anschauen und so. Mit Kopfhörern und so einem Gerät konnte man Nummern drücken und dann die Erklärungen dazu hören. Wir haben einen ganz bezaubernden Saal gesehen, in den Geschichten aus 1000 und 1 Nacht geschnitzt und gemalt wurden und noch viele andere bezaubernde Säle. In einem war die Decke aus Holz geschnitzt, da waren Blumenmuster, Sternchen und so eingeritzt. Das sah ganz ganz toll aus. In einem anderen Raum hat der, der in den Geräten spricht, gesagt, dass das eine Schatztruhe voller Schatztruhen ist.


In Mysore ist Sandelholz sehr bekannt und in diesem Schatztruhenraum waren taaaausende Millionen von Sandelholzkisten. Vor diesen ganzen Sandelholzkisten stand ein Hocker, der Kuhbeine hatte. Die Kuhbeine waren echt! Und wir haben einen ausgestopften Elefantenkopf gesehen, der aus der Wand herausguckte. Außerdem haben wir noch diese ganzen Götter gesehen,

Hanuman, der Affengott, Ganesha der Elefantengott, Shavani eine Göttin, Shiva, ein anderer Gott der Inder und viele andere. Dann haben wir den König als Skulptur gesehen. Der sah richtig echt aus.

Er hatte ganz bunte Kleidung und eine Mütze mit einem Bommel obendrauf. Unten an den Füßen trug er auch Schlappen mit einem Bommel. Die Kleidung hatte ganz viele Bommel. Das sah schön und lustig aus. Im Garten gab es noch einen anderen Tempel, wo es ganz viele indische Eichhörnchen gab. Die Eichhörnchen hatten gar keinen Puschelschwanz, sondern einen ganz geraden Schwanz und sie waren grau mit Streifen. Trotzdem waren es richtig schöne Eichhörnchen, wie wir sie kennen und wie wir in unserer Klasse sind 😉


In dem Tempel gab es ganz viele Löcher in der Wand, in denen Reis und kleine Schälchen waren. Wir haben Reis in die Schälchen getan, die Schälchen ein bisschen über den Kopf geschüttelt, sie in die Löcher gestellt, gebetet und sowas gewünscht. Ich hab mir gewünscht, dass……….. darf man nicht verraten.


Danach waren wir in einem Restaurant, wo wir auf Bananenblättern gegessen haben. In Indien isst man nur mit den Fingern und man darf niiiiiemals mit der linken Hand essen, denn mit der linken Hand macht man sich mit Wasser auf dem Klo den Po sauber. Die wäscht man sich zwar, aber zum Essen nimmt man trotzdem nur die rechte Hand.

Als wir im Restaurant fertig waren sind wir wieder zurück in den Palastpark gegangen. Dort war der Elefantenrittschalter jetzt geöffnet!!! Wir haben uns Tickets gekauft, haben uns in einer Schlange angestellt und gewartet bis wir dran sind. Endlich waren wir dran. Wir sind die riesengroße Treppe hochgestiegen bis zum Elefantenrücken. Ich war total aufgeregt!! Weil ich das erste mal in meinem Leben auf einem Elefant reiten würde. Endlich kam der Elefant zurück von der Tour davor. Ich bin eingestiegen und auf den Sattel von dem Elefanten, der bestand aus ganz vielen Säcken und Metallstangen. Der Ritt war toll. Ich schicke euch noch ein paar Fotos von dem Ritt.

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Anschließend waren wir auf dem Markt wo ich mir eine indische Haarspange, Luisa Armreifen und eine Kette, Fussketten, Farben und Räucherstäbchen gekauft habe. Dann waren wir noch in einem Schuhladen, wo ich endlich neue Flip Flops bekommen habe, weil meine alten Sandalen nervig waren und ich tausend Blasen hatte. Die Flipflops sind blau. Mit einer Rikscha sind wir in den Homestay zurückgefahren. Dort haben wir zusammen mit Stephen und Manjula Abendessen gegessen. Es gab verschiedene Soßen, Reis und Chapatti. Jetzt bin ich ganz müde und gehe bald ins Bett. Davor mach ich mich natürlich noch bettfertig und lese wahrscheinlich noch. Gute Nacht.

Vielen vielen Dank an Marlene und Ihre ganz wundervolle Sicht auf unsere gemeinsame Zeit in Kerala und Mysore. Am Ende in Mysore haben wir noch einen weiteren schönen Ausflug nach Srirangapatna gemacht, eine große Insel inmitten des Kaveri Flusses.


In Mysore selber waren wir noch in dem sehr schönen Zoo und haben dort auch noch den Tiger angeschaut, der uns auf unserer Safari nicht vor die Kamera laufen wollte.  Es gab sogar ein weißes Exemplar und einen ebenfalls weißen Pfau.


An einem Morgen haben wir uns die örtliche Montessorischule angeschaut und die Kinder dort Schule „gespielt“.


Abends waren wir mit unseren netten Gastgebern Manjula und Steven essen, haben uns den Palast bei Nacht angeschaut und am Ende das Eisenbahnmuseum bestaunt.


Leider ist Marlene nach ihr Rückkehr sehr krank geworden, denn sie wurde von einer der doofen Dengue-Mücken gestochen. Ganze zwei Wochen lag sie krank im Bett und wir hoffen und wünschen uns, dass sie diese schreckliche Krankheit gut übersteht und die Reise trotzdem in guter Erinnerung behält!

Ein Kommentar

  • Love your family! Such adventures! Abenteurerlich Reich! Good to see the kids having these experiences that will help guide them for a lifetime of understanding. Hope to see you all in Berlin sometime in the future. Brian and Nancy from Richmond.